Trauerlieder für Bestattungen
Von meinen Bergen muss ich jetzt scheiden
Abschiedslieder
Von meinen Bergen muss ich jetzt scheiden
muss ziehen in die weite Welt
Lebt wohl, ihr Berge, ihr schattigen Auen
heut´ seh´n wir uns zum letztenmal
O du mein Edelweiß
du meiner Liebe Preis
grüß mir vieltausendmal
mein´n Herzensschatz
Gehst du an ihr vorbei
sag dass ich treu ihr sein
So treu, so herzensgut
so lieb und brav
Im wonnigen Monat Mai
wenn alles sich kleidet neu
sing ich ein Lied
halli hallo
Lebt wohl ihr Berge
ihr Wiesen und Wälder
heut´ seh´n wir uns zum letztenmal
O du mein Edelweiß…….
Wenn die Sonne lacht so klar
treten wir zum Traualtar
O du mein Edelweiß
schmückst einst meine Braut!
Lebt wohl ihr Berge
Es kam ein Brieflein aus weiter Ferne
geschrieben war´s mit roter Tint´
Es steht geschrieben: “Nur eine zu lieben
sollst glücklich sein auf dieser Welt!”
O du mein Edelweiß……………………………..
Sechs Jahr´ sind vergangen
in Zittern und Bangen
ich kehrte zurück in´s Elternhaus
Und was ich dort suchte
das konnt´ ich nicht finden
vorbei war all´ mein holdes Glück
O du mein Edelweiß………………….
Volkslied / Verfasser unbekannt
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Es ist ein Schnitter heißt der Tod
Trauerlieder – Lieder zu Tod und Sterben
Es ist ein Schnitter, heißt der Tod
Hat Gewalt vom großen Gott:
Heut wetzt er das Messer,
es schneidt schon viel besser,
bald wird er drein schneiden,
wir müssen´s nur leiden.
Hüt dich, schöns Blümelein!
Was heut noch grün und frisch da steht,
wird morgen weggemäht:
die edel Narzissen,
die englischen Schlüsseln,
die schön Hyazinthen,
die türkischen Binden.
Hüt dich, schöns Blümelein!
Viel hunderttausend ungezählt,
was unter die Sichel fällt:
rot Rosen, weiß Lilien,
beid´ wird er austilgen,
ihr Kaiserkronen,
man wird euch nicht schonen.
Hüt dich schöns Blümelein!
Trutz, Tod, komm her, ich fürcht dich nit,
komm her und tu ein´n Schnitt!
Wenn er mich verletzet,
so werd ich versetzet,
ich will es erwarten,
in himmlischen Garten.
Freu dich, schöns Blümelein!
Fliegendes Blatt 1637 – aus dem 30jährigen Krieg
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Das Grab ist tief und stille
Das Grab ist tief und stille
Und schauderhaft sein Rand
Es deckt mit schwarzer Hülle
Ein unbekanntes Land
Das Lied der Nachtigallen
Tönt nicht in seinem Schoß;
Der Freundschaft Rosen fallen
Nur auf des Hügels Moos.
Verlaßne Bräute ringen
Umsonst die Hände wund;
Der Waise Klage dringen
Nicht in der Tiefe Grund.
Doch, sonst an keinem Orte
Wohnt die ersehnte Ruh
Nur durch die dunkle Pforte
Geht man der Heimat zu.
Das arme Herz, hienieden
Von manchem Sturm bewegt,
Erlangt den wahren Frieden
Nur, wo es nicht mehr schlägt.
Johann Gaudenz von Salis-Seewis